Die Hochburg des Ekels

Öffentliche Toiletten. Es gibt keinen Ort, an dem es so viele – von fremden Leuten – angefasste Türklinken gibt. Man könnte diese Orte theoretisch auch als Präsentierteller für deutsche Hygieneverhältnisse nutzen. Schade nur, dass dies praktisch bislang keiner umgesetzt hat. Ich sollte mal BILD fragen. Oder Merkel. Irgendwer sollte sich jedenfalls darum kümmern.

Es gibt nun aber Dinge im Leben, denen man trotz Angst & Ekel nicht aus dem Weg gehen kann. Und wieder wären wir bei Öffentlichen Toiletten. (Ihr merkt, sie verfolgen euch.) Man ist ab und zu verpflichtet diese zu nutzen. Am gefährlichsten sind Türklinken. Türklinken aus öffentlichen Einrichtungen anzufassen, ist wie greifen in ein Eimer Scheiße. Wohingegen das Nutzen von einem warmen Föhn vergleichbar ist mit einer Bakterienschleuder, die eure Hände als Infektionsleiter nutzt, um weitere Leute mit bösen Krankheiten anzustecken. Wer weiß, vielleicht hast du gerade eine neue Krippe an deinen Händen. Katzenkrippe gabs noch nie. Vielleicht bist du der 1. und wirst in deinen letzten Stunden noch berühmt. Oder auch nicht. Jedenfalls finde ich es immer wieder ein Erlebnis, Leuten beim Verlassen von Toiletten zuzuschauen. Insbesondere, wenn sie ihre Hände nicht waschen oder auch die Bakterienschleuder verwenden.

Heute musste ich nämlich miterleben, wie ein 12jähriger Junge seine Haare unter einem solchen Föhn trocknete. Ich wollte ihn eigentlich Fragen, ob er für die Pharmaindustrie arbeitet, lies es dann aber wegen der vielen Bakterien doch bleiben. Zur Zeit mache ich nämlich Urlaub auf einem Campingplatz. Mit Waschhaus. Man könnte es nach diesem sinnfreien Text auch als Therapie betrachten. Aber so schlimm ist es dann doch nicht, sonst würde ich diesen Ort nicht seit schlappen 12 Jahren jedes Jahr aufs neue besuchen. Als Campingplatzdirektor?! würde ich die Angestellten, die sich eigentlich um das Säubern der Toiletten & Duschen kümmern sollten, feuern.

Aber ihr wisst ja, es gibt immer eine 2. Lösung für ein Problem.