Prinz Pi | F.R. | Casper

Wie ich euch vor ein paar Monaten schon erzählt hab, hatte ich dieses Jahr gleich 3 Mal die Ehre auf Konzerte von meinen absoluten Lieblingskünstlern zu gehen und dort die Musik, die ich zu Hause, unterwegs und auf Toilette höre, live und in zehnfacher Lautstärke zu feiern.
Das letzte der 3 fand gestern statt. Was mich dazu veranlasst die 3 Konzerte zu vergleichen und einen Schluss zu ziehen. Gut waren alle 3 Konzerte, jedes Konzert hatte aber andere Höhepunkte und daher waren sie alle auf unterschiedliche Weise perfekt.

 

Prinz Pi

Das 1. der 3 Konzerte fand am 17. September in Kaiserslautern im Kammgarn statt. Feiern konnte man für 14€ mit Prinz Pi & seinem Kollegen E-Rich. Als Vorband kamen Olson Rough & Kayn Bock. – 2 affengeile Rapper, die ich zum Glück auch schon kannte.
Die Menge an Fans war sehr angenehm, da es nicht zu voll gestopft, aber auch nicht zu leer war. Ich stand daher auch an einem prima Platz in den vorderen Reihen. Die Kammgarn Halle ist sehr beeindruckend groß und daher auch mit sagenhaften Boxen & Lichteffekten ausgestattet, die die Show zu einem Fest machen.
Ich liebe Prinz Pi, hab so ziemlich jedes Album von ihm und höre ihn eigentlich jeden Tag. Daher war die Vorfreude und damit auch die Erwartungen auf/an das Konzert sehr hoch. Prinz Pi lieferte eine klasse Show mit guter Mischung von neuen & alten Songs. Sowohl Klassiker, der besten Sorte als auch die neuen Tracks wurden gespielt. Ganz besonders geil fand ich `Generation Porno´ & `Gib dem Affen Zucker´, weil ich hier definitiv die Möglichkeit genutzt hab’, meine Stimmbänder bis zum geht nicht mehr zu zerstören und meine Sprunggelenke Energie für ganz Kaiserslautern hätten herstellen können. Hervorragend war auch der Track `Laura´, den ich ebenfalls komplett mitrappen konnte.
Alles in allem ein sehr gelungener Auftritt von Pi. Wer die Möglichkeit hat, sollte auf jeden Fall hingehen.

 

F.R. 

Das 2. Konzert fand am 2. Oktober in der Garage, Saarbrücken statt. An dem Abend ging es für 14€ mit F.R. auf die Piste. F.R. war eigentlich so der Rapper, mit dem ich angefangen hab, Hip-Hop/Rap zu feiern & zu lieben. Auch hier hab ich – soweit ich weiß – jedes Lied inklusive der Alten, als der gute Fabian noch 14 war und zur Schule ging. Zudem war ich schon das Jahr davor auf seiner einzigartigen `Exzess All Areas´Tour, die mich bis heute noch flasht. Vielleicht auch, weil es mein erstes Rapkonzert war.
F.R. ging mit seinem brandneuen Album “Ganz normaler Wahnsinn” und natürlich mit den guten alten Klassikern auf die Bühne. Da die Garage in Saarbrücken nichtmal halb so groß ist, wie das Kammgarn in Kaiserslautern, konnte ich wie im Jahr davor wirklich direkt an der Bühne stehen, was das ganze nochmal perfekter machte. Sein Auftritt war mehr als legendär. Die Stimmung war Weltklasse & er fand eine perfekte Mischung aus alten & neuen Songs, auf die man unterschiedlich feiern konnte. Auch hier sind meine Stimmbänder an ihre Grenzen gestoßen und mit dem ausgeschwitzten Schweiß hätte man sich gleich 3 Mal duschen können. Insgesamt war es sogar besser als das von Pi. Nicht viel, aber besser. Für meinen Geschmack hat er das mit der Live Performance einfach noch ein kleines bisschen besser drauf.

 

Casper

Beim 3. und letzte Konzert für dieses Jahr ging es erneut nach Kaiserslautern ins Kammgarn. Diesmal mit Casper. Die eben schon erwähnte Kammgarn Halle war randvoll – inklusive der oberen Balkons. Als Vorband kamen die Jungs von Rockstah, was ich besonders geil fand’. Leider hab ich den Großteil ihrer Show aber verpasst, weil wir unseren Zug verpasst haben, was sich als ziemlich schade herausstellte. Aus gleichem Grund stand ich auch relativ weit hinten, was im Endeffekt aber doch nicht so schlimm war, wie anfangs befürchtet.
Auch Casper fand den perfekten Mix aus seinen Tracks und lieferte eine sagenhafte Show ab, die mich ebenfalls dazu veranlasste neue Dezibelrekorde aufzustellen. Auch hier eine unvergessliche Show mit unglaublich vielen Zuschauern. Schafft nicht jeder. Etwas störend waren allerdings die 13jährigen Mädchen, die mit Fanshirt, Hängetitten und einem Ausschnitt, der bis zum Bauchnabel reichte, schrieen als würden ihnen gerade Eisenstangen mit 20cm Durchmesser quer in den Arsch geschoben. Da ich aber auf Grund meiner Verspätung weit hinten stand, bekam ich glücklicherweise von den 13jährigen Groupies wenig mit. Spätestens nach der traditionellen “Wall of Death” (geht hin und findet heraus, worum es sich handelt) waren sie dann aber auch still. Eventuell sind auch Kinder umgekommen. Wer weiß das schon.
Auch lustig war der 25jährige Student, der sich vor mich stellte, wie jeder mit einer Hand mitfeierte und gleichzeitig auf seinem iPhone tippte. So kann mans natürlich auch machen. Ich vermute er wollte Casper mit seinem Desinteresse demütigen. Mehr oder weniger unerfolgreich.
Aber auch den Familien Vater, der sich auf dem Balkon zum Affen machte, fand ich sehr amüsant.