Zu viel Musik tut nur iTunes gut.

Ich liebe Musik. Dementsprechend sieht auch meine iTunes Mediathek aus, die nach aktuellem Stand 4689 Titel beinhaltet und 28,30GB meiner Festplatte belegt. Das wöchentliche Wachstum liegt momentan schätzungsweise bei 30-50 Titeln.

Auf der einen Seite ist das eine schöne Sache, weil die Musik die in meiner Mediathek landet – zumindest meistens – meinem Geschmack mehr oder weniger entspricht und ich viel Auswahl habe, wenn es darum geht Musik zu hören oder auch bei versammelten Volke bei mir aufzulegen (hört sich professioneller an, musste ich umbedingt verwenden).

Gleichzeitig hat eine stetiger Wachstum der Mediathek (professioneller geht’s kaum) meiner Ansicht nach aber auch klare Nachteile. So schön es ist viel Musik zu Verfügung zu haben, fast noch toller ist es sich mit einem Album intensiv zu beschäftigen. – Insbesondere beim Rap spielt das eine große Rolle, da es hier um mehr geht als nur “netter Rhythmus & tolle Melodie”. Beim Rap ist es der Text, der im Vordergrund steht und von den Künstlern auf abgestimmten Beats präsentiert wird. Oft braucht man einfach Zeit, um die Genialität und den Sinn des kompletten Textes eines Liedes verinnerlicht hat, sodass der Track zu einem Highlight wird. Zudem gibt es Songs, die auch auf Grund des Beats mehrmals gehört werden müssen, bis man sich in den Song verliebt und ihn feiert bis zum Gehtnichtmehr.

Um wieder zurück zum Thema zu kommen: Wenn man wöchentlich 1-2 Alben dazu bekommt, ist es einfach zeitlich schwierig die gleiche Zeit in jedes Album zu stecken, weil man einfach keins der Alben verpassen möchte. Das führt bei mir dazu, dass ich jedes Album einmal durchhöre und die Lieder bereits nach einer Wiedergabe bewerte. Wenn man sich dann während dem Musik hören noch mit etwas anderem beschäftigt, gehen oft viele krasse Songs verloren, weil man sie beispielsweise nur halb hört und dann auch dementsprechend schlechter bewertet. Wenn ich dann in Bus & Bahn unterwegs bin und meine Musik durchgehe, schaue ich, welche Songs eine 5-Sterne Bewertung haben und höre folglich auch nur jene Titel.

Ganz anders noch vor ein paar Monaten, wo ich mich in einem Monat maximal auf 1-2 Alben gefreut und mich mit selbigen eben auch intensiv beschäftigt habe. Dabei entdeckt man einfach mehr geile Tracks, die beim schnellen Hören eines Albums verloren gehen und in der Mediathek mit 5 Wiedergaben vergammeln, obwohl sie Potential für meine “<3″ Liste hätten, würde ich sie nur besser können.

Manchmal wünsche ich mir einfach, ich könnte die Masse an Musik, die ich mir anschaffe und bereits besitze, reduzieren, um mich jedem Album intensiv zu widmen. Eigentlich ja auch ganz einfach. Zumindest theoretisch. Aber ich möchte natürlich auch aktuell bleiben und die neusten Alben besitzen, wenn meine Lieblingskünstler ihre Werke releasen. Trotzdem hoffe ich, dass ich es irgendwann schaffe, alle Goldstücke gefunden zu haben und trotz einer Mediathek mit 32.769 Titeln die besten Alben & Tracks kenne.