2011 ist vorbei. Dez29

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2011 ist vorbei.

Jahresrückblicke können etwas ganz fantastisches sein. Vorausgesetzt der Autor ist interessant und gestaltet seinen Rückblick gut. Gegen Ende des Jahres findet man diese Rückblicke haufenweise im Netz und auch mein RSS Feed ist voll davon. Auch ich hatte vor einen solchen Jahresrückblick zu verfassen. Nicht, dass ich mich selber für so interessant halte, dass ich der Meinung wäre, bedeutend viele Menschen hätten Spaß ihn zu lesen, aber da ich bei diesem Blog davon generell nicht ausgehe, sollte mich das nicht davon abbringen mein Jahr 2011 für mich persönlich und meine wenigen Leser zusammenzufassen.

Leider musste ich feststellen, dass ich einen ausführlichen Jahresrückblick einfach nicht zu Stande bekomme. Nicht, weil ich mich nicht an das Geschehene erinnere, sondern viel mehr weil mir in diesem Jahr wenig phänomenales passiert ist. 2011 war sicher kein schlechtes Jahr, aber es als gut zu bezeichnen wäre auch nicht richtig. Es war ein Jahr, indem wenig erwähnenswertes passiert ist. Nicht nichts, aber eben nicht sonderlich viel. An viele Monate erinnere ich mich sogar kaum noch. Diese Tatsache finde ich durchaus tragisch, denn ein ganzes Jahr ist zu schade, um sich nicht daran erinnern zu können. Im Nachhinein wünschte ich mir, ich hätte mein Leben mehr dokumentiert. Nicht zwingend öffentlich, aber so, dass ich auch vergessene Dinge bei Bedarf in Erinnerung rufen kann. Denn Vergessenes ist nicht immer gleich Unwichtiges. Für das Jahr 2011 fehlt mir diese Dokumentation, was auch der Grund ist, wieso ich mich sehr schwer tat, die vergangenen 12 Monate zusammenzufassen. Ich habe es dann aber doch mal versucht:

 

Januar

Vor allem der Anfang des Jahres fehlt in meinem Gedächtnis fast vollständig. Erinnern tue ich mich aber noch an folgendes: Ich lernte durch Philippe einen der besten Künstler dieser Welt kennen, der mir bis heute alles, was ich für mich persönlich mit guter Musik verbinde, bietet. Außerdem fing ich an, eine der wohl großartigsten Serien überhaupt zu schauen, die mir in den darauffolgenden Wochen & Monaten viel Unterhaltung, Spannung & Zeitvertreib bot.
2 Wochen des Januars verbrachte ich zudem – im Rahmen eines Praktikums – in einer großartigen Werbeagentur, die mir tolle Einblicke in die Werbe- & Kommunikationswelt gewährte und mich in meinem persönlichen Hobby, Dinge digital zu gestalten, deutlich nach vorne brachte.

 

Februar

Der Februar wurde vor Allem durch “Rebell ohne Grund” zu einem hörbar guten Monat. Wie mir meine iTunes Mediathek bestätigt, wurde dieses Album von mir öfter gehört, als je irgendwelche anderen Musikstücke. Der Rest lässt sich am besten mit einem Satz vom König Pi zusammenfassen, der da lautet: “Wieso steht auf meinem Dach kein Bitchableiter?”
Darüberhinaus hörte Julian auf mich zu ignorieren und stellte fest, was ein wundervoller Mensch ich in Wahrheit bin.

 

März

Den März muss ich wohl durchgeschlafen haben, denn Erinnerungen an ihn hab ich keine.

 

April

Auch der April bestand anscheinend aus viel Schlaf und/oder Alkohol. Ich weiß allerdings noch, dass ich eine Ferienwoche sturmfrei hatte und das in jeder Hinsicht voll und ganz ausgenutzt habe und dementsprechend viel Besuch und viel aufzuräumen hatte.

 

Mai

Erstmals machte ich mir Gedanken zu einem halbjährigem USA Aufenthalt, woraufhin ich mich kurze Zeit später erfolgreich bei Open Door International bewarb und mir einen Platz bei der Organisation sicherte. Ich entdeckte außerdem eine neue Serie und stieg in das Rezensionsprogramm von Audible ein.

 

Juni

Der Juni war heiß und ich nutzte die Zeit zum Fotografieren. Die Ergebnisse mit Marco & Joleen stellten mich sehr zufrieden und motivierten mich in Zukunft mehr mit meiner süßen Lumix etwas anzufangen. Daraus wurde allerdings unerklärlicherweise nicht sonderlich viel.

 

Juli

Ich traf mich mit Julian in München und verbrachte mit ihm eine Nacht unmittelbar neben McDonalds. Cooler Abend, der hoffentlich ganz bald wiederholt wird. In München nutzte ich zudem die Chance Apple zu verarschen und mein iPhone gegen ein neu & unverkratztes Gerät einzutauschen. Von München ging es dann mit der Family ab nach Berlin. Wir wohnten 3 Tage in einer schicken, gemütlichen Wohnung und hatten viel Zeit Berlin zu erleben. Ich nutzte die Zeit, um einige Eindrücke von Berlin (mit meiner Kamera) einzufangen und möglichst viel über die Stadt zu erfahren. Außerdem fand ich im Nike Town meine absoluten Lieblingsschuhe.

 

August

Ein Teil meiner Sommerferien verbachte ich wie jedes Jahr auf einem Campingplatz im Norden, wo ich das Videomaterial für meinen ersten Kurzclip drehte. Ich verliebte mich das erste Mal in Casper und lud daher dort oben sein komplettes Album über mein iPhone. Außerdem berichtete ich aus gegebenem Anlass ausführlich über öffentliche Toilette.
Im August hieß es außerdem “Back to the roots”. Nach fast 2 Jahren Pause fing ich wieder an Fußball zu spielen. Ich gab das ersatzweise angefangene Tennis auf und trat in einen neuen Fußball Verein ein.

 

September

Ein weiteres tolles Stück Musik fand Platz in meiner iTunes Mediathek. Ich feierte einen guten aber katastrophenreichen Geburtstag, bei dem mehr Gartenmöbel kaputt gingen als gewollt und mehr Geld ausgegeben wurde als geplant. Zudem rockte ich mit Philippe einen Tag später das verschobene Prinz Pi Konzert in Kaiserslautern.
Den Abschluss des Septembers machte eine amüsante & gute Klassenfahrt nach England. Dort verlor ich für 10 Minuten mein iPhone und wühlte deswegen – zur Verwunderung des Verkäufers – ohne Erfolg und voller Verzweiflung im Subway-Mülleimer und fand mein Gerät schließlich im davor besuchten Starbucks wieder. Außerdem besuchten wir zum Leiden der Engländer einen sehr seriösen englischen Gottesdienst mit Jogginghose und Mundgeruch.

 

Oktober

Ich feierte ein von mir bislang ignoriertes Album eines krasskranken Rappers, verliebte mich in Fifa 12 und rockte mit Philippe das wohl beste Konzert dieses Jahr mit F.R. in der Garage, Saarbrücken. Ich verbrachte einen sensationellen Bro-Abend mit Fabian, 43 & Bass auf dem Bauch und fand lustige Synonyme für das unschöne Wort süß. Außerdem bestellte ich 3 Staffeln einer unschlagbaren Serie, um langweiligen Wochenenden in Zukunft etwas entgegnen zu können. Dafür wurde mir eines meiner Wochenenden aber völlig verwehrt, da ich in einem kleinen Kaff 2 Container mit Müll füllen durfte. Dort musste ich zudem feststellen, dass selbst meine Oma über eine schnellere Internetleistung verfügt als ich.

 

November

Ich verliebte mich in Prison Break und eroberte in kürzester Zeit Staffel 1-3. Ich beschaffte mir in Frankfurt mein halbjähriges USA-Visum und schloss mit dem Wochenende in Köln alle Vorbereitungen für meinen USA Aufenthalt ab. Ich fand eine beste Freundin und eröffnete das 2-wöchige Vapianoritual. Die Linke will Drogen legalisieren lassen und bereitete mir damit einen harten Lachkrampf. Der 11.11.11 ging mir ganz knapp am Arsch vorbei und auch sonst passierte im November eher wenig.

 

Dezember

Ich konnte dank Elmar mein privates Bloggen von Tumblr auf diesen Blog verlagern und schuf mir damit eine durchaus schicke Basis für das zukünftige Bloggen. Prinz Pi releaste sein zweites Meisterwerk für dieses Jahr während Olson & Cro uns mit wundervollen EP’s beschenkten und ich mit Philippe in Kaiserslautern die Casper-Tour feierte. Mir wurden sozialdarwinistischen Denkweisen vorgeworfen und ich durfte mal wieder feststellen wie schwer es doch für manche Menschen ist, Ironie & Ernst auseinander zu halten. Ich fand außerdem mein Lockscreenmädchen <3 und legte mir mit Hilfe des Weihnachtsgeldes und eigenen Ersparnissen ein MacBook Air zu, das ich Aimée taufte. Außerdem verbrachte ich schöne Weihnachtsfeiertage mit der Familie.

Fest steht: Der Dezember war eindeutig das größte Highlight des Jahres.

 

Das war mein Jahr 2011. Ich bin mir sicher 2012 wird mehr als nur zwei bisschen besser.
Zum Abschluss würde ich noch gern auf den für mich schönsten Rückblick dieses Jahr hinweisen, der sich nicht mit einem persönlichen Jahr, sondern mit dem Jahr 2011 für die Allgemeinheit befasst.