Abschied nehmen, jetzt.

Es ist soweit. Vor ein paar Wochen berichtete ich ja bereits über meinen halbjährigen USA Aufenthalt. Zu diesem Zeitpunkt war mir weder der Ort noch das genaue Abflugdatum bekannt. Gestern und vorgestern erfuhr ich dann auch diese Informationen. Es geht also am Dienstag von Frankfurt über New York nach Columbus, Ohio. Unterwegs bin ich 8:46h bis nach New York und 3h später von dort nochmal 2:05h nach Columbus. Nicht gerade kurz, aber hatte ich ja auch anders nicht erwartet.

Mir bleiben nun noch 4 Tage in Deutschland bei Familie & Freunden bis es los geht. Auch wenn das Gefühl etwas befremdlich ist und ich jetzt schon ein paar Menschen vermisse (wusste gar nicht, dass ich das kann), freue ich mich so wie schon lange nicht mehr auf diese Zeit. Ein halbes Jahr geht zwar schneller rum, als man glauben mag, aber trotzdem handelt es sich nicht um einen 2-wöchigen Urlaub. Alle vorstellbaren Gefühle sind im Moment in irgendeiner Art & Weise in mir drin und es ist ein ständiges Auf & Ab zwischen purer Freude und Angst Menschen in der Zeit zu verlieren.

Columbus selbst ist die Hauptstadt Ohio’s und mit knapp 800.000 Einwohner nicht gerade klein. Ich werde ca. 8min. von Columbus Downton entfernt in einem Vorort leben, der laut Internet mit allem, was man eben so braucht, bestückt ist. Subway, Burger King, KFC, Subway, Pizza Hut, Subway und all der andere Kram, der dick & schön macht, liegen in unmittelbarer Nähe. Meine Schule, vor der ich etwas Angst habe, weil es sich um eine Middle School mit künstlerischen Schwerpunkten handelt, ist knapp 6 Meilen von meinem Wohnort entfernt. Die Schule lässt sich leider nicht wechseln, da wir uns ja im Schulhalbjahr befinden und nur wenige Schulen zu dieser Zeit Austauschschüler aufnehmen.

Morgen, Freitag ist also mein letzter Schultag. Abends werde ich mit meinem Dad noch einmal auf das deutsche Gesetz anstoßen, da Alkohol für diese Zeit ja ganz flach fällt. Samstag & Sonntag nutze ich die letzte Zeit mit Ihr und Samstag Abend werde ich mit Fabian gemeinsam ganz viel weinen. Ansonsten noch einmal alle Verwandten in näherer Umgebung besuchen und alle anderen telefonisch informieren. Montag werde ich dann zu Hause bleiben und mein Zimmer in 2 Koffer und 1 Sporttasche verfrachten, bevor es dann am Dienstag um halb 6 in der Früh mit Auto zum Frankfurter Flughafen geht.

Bald ganz viel über Amerikaner, Subways & noch mehr Subways.