Abflug.

Dienstag, 17.Januar 2012 – Die Zeit ist abgelaufen, die Koffer gepackt und das letzte deutsche Bier getrunken.

Um 4:00Uhr hieß es für mich aufstehen. Um 5:00Uhr mit Family & Ihr im Auto Richtung Frankfurt, Flughafen. Die Kofferabgabe ging schnell und der Flughafen war angenehm leer. Noch 2h blieben uns gemeinsam, bis ich durch den Check-In Richtung Boarding Bereich musste. Der Abschied war deutlich schmerzhafter als erwartet. Ein unfassbar schlimmes Gefühl, wenn die Mutter weint, die Geschwister Tränen in den Augen haben & du realisiertst, dass du genau in diesem Moment deine Freundin das letzte Mal für 5 Monate im Arm halten kannst. Alles zieht sich innerlich zusammen, durch die Check-In Scheibe suchst du das letzte Lächeln bevor es dann endgültig heißt “Pass & Boardkarte, bitte!”. Ein unangenehm-schmerzhaftes Gefühl, das ich keinem wünsche.

Nie hätte ich gedacht, dass mir der Abschied mal so schwer fallen wird. Ich freue mich riesig auf die Zeit drüben auf der anderen Seite des Teiches & ich bereue es auch weiterhin keineswegs, aber dieser Moment für sich, ganz alleine betrachtet, ist alles andere als schön. Was bleibt sind ein paar Fotos, Briefe, ein Kleidungsstück und die Hoffnung, dass in 5 Monaten alles noch genauso oder sogar besser sein wird.

Der Flieger startete pünktlich um 11:05. Zum Entstehungszeitpunkt dieses melancholischen Artikels befinde ich mich nach 2006 Meilen gerade 4 Stunden und 8 Minuten vor der Landung und damit zirka auf halber Strecke.