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Bangkok – Wo Freundlichkeit und Armut vereint sind

Abflug Frankfuhrt: 15:20Uhr. 15h später nach 3 stündigem Aufenthalt in Dubai Ankunft Bangkok: Uhr

Nach einem sehr angenehmen Flug, mit für Flugzeugverhähltnisse sehr gutem Essen und einer Vielfalt an Filmen scheint unser WorkAndTravel Jahr wohl los zu gehen. Probs an Emirates. Beladen mit 85l Rucksack auf dem Rücken und Handgepäck auf dem Bauch geht es mit dem Airport Rail Link Express in Richtung “Hotel Mermaid” im Stadtteil Sukhumvit. Aus der Bahn ausgestiegen, erschlagen von der feuchten Hitze Bangkoks, begrüßt von warmem Regen vorbei an Streetfoodständen mit Fleischspießen, frischen Kokosnüssen und frisch gepresstem Granatapfelsaft sind wir 10 lange und schwere Minuten später endlich im Hotel angekommen.

Volltreffer! – Für knapp 135€ (4 Nächte) buchte ich 3 Wochen vor Abflug das Hotel Mermaid für Mo & mich. Es erwartete uns ein nicht nur sauberes, sondern auch schönes & modern eingerichtetes Zimmer, mit großer Dusche inklusive Regendusche und einem gemütlichen Bett. An dieser Stelle also eine klare Empfehlung von mir für alle, die ein günstiges Hotel in Bangkok suchen, dieses primär als Unterkunft nutzen, aber dennoch ein Zimmer ohne jegliche Mängel vorfinden wollen. Das Hotel befindet sich zwischen zwei Metro- & einer U-Bahnstation die zu Fuß problemlos innerhalb 5 Minuten zu erreichen sind. Bewegt man sich die Sukhumvit Road aufwärts (Soi 25+) trifft man auf Sukhumvit 55, wo es einige nette Thairestaurants und andere asiatische Küchen vorzufinden gibt. Ganz besonders kann ich hier das von uns am ersten Abend nach kalter Dusche besuchte “Soul Food” empfehlen. Ein nettes, kleines thailändisches Stübchen mit moderner Holzeinrichtung bietet hier außergewöhnliche Cocktails und phänomenal gutes Essen mit frischen Thaizutaten an. (Vorsicht scharf!) Auch preislich bewegt sich das Essen in einem sehr angemessenem Rahmen, sodass selbst ich mit 2 bestellten Hauptgerichten noch unter umgerechnet 10€ gespeißt habe. Zu den Preisen im nächsten Abschnitt mehr. Bevor es mit Qantas von Bangkok weiter nach Sydney geht, wurde heute Morgen vor Checkout das Fitnessstudio um die Ecke getestet. Zwar konnten wir die Besitzerin nicht davon überzeugen uns ein kostenloses Probetraining zu gestatten, allerdings fanden wir für knapp 12€ ein top-ausgestattetes Fitnessstudio vor.

Als Deutscher empfindet man die Preise in Bangkok, aber auch ganz generell in Thailand als sehr angenehm, insbesondere was Essen und Trinken im “Supermarkt”, an den Streetfoodständen aber auch in Restaurants angeht. Bezahlt man für Wasser in kleinen “Supermärkten” grade mal 12Baht aufwärts, bewegen sich Hauptgerichte in den meisten mittelklassigen Restaurants zwischen 180 und maximal 500Baht. 40Baht entsprechen ungefähr einem Euro., d.h. man kann problemlos zwischen 5-10€ in einem guten Schuppen speißen. Für einen Genießer und neugierigen Esser wie mich also paradiesische Verhältnisse. Neben den vielzähligen Restaurants (in Sukhumvit zahlreich vorhanden) gibt es aber auch noch die bereits erwähnten Streetfoodstände, die in der gesamten(!) Stadt in jeder noch so kleinen Straße vorzufinden sind. Auch wenn diese auf den ersten Blick nicht immer sehr einladend aussehen, empfehle ich euch mit gesundem Menschenverstand den ein oder anderen Stand auszuprobieren. Insbesondere die kalten Säfte und das frische Obst können nach mehreren Stunde in der schwülen Hitze zu einem echten und dazu günstigem Genuss werden. Aber auch die Fleischspieße oder die an den größeren Ständen angebotenen Thaigerichte können sehr schmackvoll sein. (Hier bewegt sich die Preisspanne zwischen 40 und 150 Baht)
Bei allem was ihr auf den Straßen und Märkten Bangkoks kauft, egal ob Essen, Kleidung oder Schmuck, denkt dran hartnäckig zu handeln und ihr werdet schnell merken, dass ihr mit etwas Geschick oft nur die Hälfte des angeschriebene Betrags zahlt.
Neben dem Essen, werden euch auch die Transportkosten sehr günstig vorkommen. Für Metro & U-Bahn bezahlt ihr selbst bei längeren Strecken maximal 50Baht, also knapp 1,20€. Aber auch die pinken & gelben Taxis, die fast mehr auf den Straßen zu finden sind als normale Autos, sind solange ihr nach Taximeter fahrt sehr günstig.

Preislich ungefähr gleich wie in Deutschland sind Markenklamotten und elektronische Geräte.

 

Was den Personentransport in Bangkok angeht, sollte man noch einige Dinge wissen: Im Prinzip könnt ihr euch neben den öffentlichen Verkehrsmitteln, die übrigens auch für Neulinge wie uns sehr einfach aufgebaut und gut organisiert sind, mit 4 Millionen weiteren Fahrzeugen durch Bangkok bewegen.

1. Die Rollerfahrer

Bangkoks Straßen sind voll mit Rollern. Ja genau, die kleinen brummenden Dinger, die in Deutschland kaum schneller sind als Fahrradfahrer. Davon gibt es dort eine Menge. Ihr erkennt die Fahrer an ihren orangenen Warnwesten, die auf euch an jeder Ecke meist in ganzen Scharen warten und nachdem sie euch als Tourist identifiziert haben, auch sofort auf ihr Zweirad einladen. Da wir zu zweit unterwegs waren und uns die Sache bei dem chaotischen Verkehr in Bangkok etwas suspekt erschien, haben wir dieses Transportmittel nicht genutzt, weswegen ich auch nicht mehr zu Preisen, etc. sagen kann.

2. Taxis
Wie schon gesagt, sind auch die Taxis in unglaublichen Mengen auf den Straßen unterwegs. Manchmal meint man, es handelt sich um eine Demonstration aller Taxifahrer Bangkoks.

Wenn ihr mit dem Taxi fahren wollt, klärt bevor das Auto rollt, ob der Fahrer euch nach Taximeter oder nur zum Festpreis an den gewünschten Ort bringt. Da ihr als Touristen leicht zu identifizieren seid, haben die Fahrer es leicht euch abzuziehen. Der Taximeter bewegt sich in 1Baht-Schritten, wodurch selbst weitere Entfernungen sehr günstig zu erreichen sind. Falls ihr euch an einen Ort etwas außerhalb der Innenstadt bewegen wollt und der Fahrer deswegen Taximeter ablehnt, kann das daran liegen, dass er euch die Fahrt zurück in seinen Fahrbezirk drauf rechnet. Versucht auch hier zu handeln und lehnt unverschämte Angebote ab. Taxis haben oft keine Sicherheitsgurte und gelegentlich sind die Fahrer auch etwas angetrunken, aber das nur nebenbei.

3. TukTuks

Fast genauso häufig wie die Roller und Taxifahrer, werdet ihr TukTuk-Fahrer antreffen, die euch ebenfalls an jeder Ecke ansprechen und mitnehmen wollen. Wenn nicht direkt, dann durch nette Thailänder die euch ansprechen, fragen wo ihr herkommt und was ihr an diesem wunderschönen Tag im Bangkok sehen wollt. Habt ihr eine Karte dabei kritzeln sie euch auf selbige einige Destinationen, die man unbedingt sehen muss. Was für ein Zufall, da steht ja ein TukTuk an der nächsten Ecke, mit dem man da sowieso am günstigsten hinkommt. Oft versuchen sie euch euren Zweifel auszuräumen, indem sie Hemd tragen und euch erzählen sie arbeiten hier bei der Bank um die Ecke. Alles nette Taktiken, auf die man beim ersten Mal durchaus reinfallen kann und mit diesem Wissen vielleicht sogar sollte. Denn auch wenn die TukTuks ungefähr so sicher sind wie die Roller, kommt man mit ihnen gut und günstig durch die Stadt. Insbesondere, wenn ihr die typischen Attraktionen in Bangkok sehen wollt, ist das TukTuk die billigste Variante. So wurden wir für 50Baht 1Stunde zu verschiedenen Stopps gefahren, an denen wir aussteigen und Zeit verbringen konnten. So billig ist das deswegen, weil die Fahrer für die Stopps Geld bekommen. Auch hier das Handeln nicht vergessen und bei normaler Fahrt von A nach B vorher klar machen, dass ihr keine Stopps haben wollt.

4. Boote

Eine weitere Fortbewegungsmöglichkeit stellen die verschiedenen Boote da die auf der “Chao Phraya” rumfahren. Mit ihnen kommt man in den Bereichen nahe des Flusses schnell und recht günstig einige Kilometer weiter.

Wenn ihr zu Fuß unterwegs seid, lasst euch nicht überfahren! Ernsthaft, egal ob Roller, Taxi, Bus, Pkw oder TukTuk, keiner wird für euch anhalten. Auf Bangkoks Straßen gelten eigene Regeln, nämlich das jeder so fährt wir er es für richtig hält. Am 2. Tag wär es bei und fast soweit gekommen.

 

Hier noch einige Dinge, die wir neben den Märkten, den Ständen und dem Essen in den knapp 4 Tagen unternommen und gefeiert haben:

Grand Palace: Wahrscheinlich das größte Touristenziel in Bangkok, aber auch zurecht. Eine riesen Anlage mit phänomenaler Architektur und interessantem kulturellem Hintergrund. Wenn möglich zwischen Montag & Freitags besuchen, da ihr sonst in einige Teilgebäude nicht reinkommt. Lange Sachen und geschlossene Schuhe anziehen oder vor Ort kostenfrei leihen. (500Baht Eintritt)

War Arun: Sehr schöner Tempel, der sich besteigen lässt und dadurch eine schöne Aussicht bietet. Zu erreichen mit der Fähre auf der anderen Seite (3 Baht). (50Baht Eintritt)

Asiatique + Süden Bangkoks: Im Südwesten befindet sich der etwas wohlhabendere Teil Bangkoks und so auch die Shoppingmall “Asiatique” die mit vielen verschiedenen Restaurants und Geschäften von 17-23Uhr eine Abwechslung zu den Straßenmärkten darstellt.

mit dem Longboat durch die Kanäle: Unsere erste TukTuk Fahrt endete in einer schmalen Gasse mit vielen kleinen Ständen links und rechts. Am Ende der Straße befand sich eine Anlegestelle mit kleinem Vorbau. Zwar sollte uns der Fahrer tatsächlich in dieses Viertel fahren, aber dass wir eine Bootstour geplant haben, hatten wir ihm nicht erzählt. In Bangkok arbeitet die halbe Stadt zusammen, sodass der TukTuk Fahrer dich “zufällig” zur Anlegestelle bringt und das Boot unterwegs in den Kanälen an kleinen thailändischen Frauen vorbei kommt, die in ihrem mit Souvenir und Getränken vollgepacktem Kanu sitzen.

Nichtsdestotrotz, haben wir die knapp 1 Stündige Fahrt über den “Chao Phraya” und den Seitenarm an den “Slums” vorbei keineswegs bereut. Wir bezahlten 900Baht pro Person, allerdings hätte sich auch hier noch was rausholen lassen, hätten wir das Handeln nicht vergessen.

Muay Thai: Als großer Sportfanatiker durfte der Nationalsport Thailands natürlich nicht ausgelassen werden. Im neuen Lumpinee Stadion sahen wir für 2000Baht 9 Kämpfe. Zwar auf Ringside VIP Plätzen, allerdings etwas überteuert, da das Stadion nur halbvoll war und die Kämpfe von Jugendlichen ausgetragen wurden. Dennoch definitiv sehenswert. Informiert euch vorher welche Kämpfe an dem Tag stattfinden sollen und kauft die Tickets am besten vor Ort, da habt ihr die Wahl zwischen verschiedenen Plätzen in unterschiedlichen Preisklassen.

Chatuchak Market: Wer auf der Suche nach dem ultimativen “Thaimarkt” ist, sollte sich hier einige Stunden in den Gassen und Seitengassen aufhalten. Hier findet ihr von gegrillten Insekten, bis günstigen Klamotten, gefälschter Markenware und Schmuck alles was man sich unter einem solchen Markt vorstellt. Seid offen für Neues und lasst euch auf dem Markt einfach etwas treiben.

 

Insgesamt haben uns die knapp 4 Tage Bangkok sehr gefallen. Man trifft hier auf ein sehr freundliches und offenes Volk, dass im Vergleich zu uns in einer total anderen und zugleich interessanten Welt lebt. Für mich sicherlich keine dauerhafte Option zum Leben, aber als StoppOver auf dem Weg nach Australien perfekt. Ich freue mich schon jetzt darauf eines Tages die andere Teile Thailands zu erkunden!

 

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